Bodensee

Diesmal führte mich die Reise nach Bodensee. Im Rahmen der Jubiläumsfeier der Stiftung Integrationskultur, erhielt ich die Einladung von Philipp Kratschmer (Vorstand), das Publikum für eine Reise mit ins „Glashaus“ zu nehmen.

Neugierig und voller Vorfreude, machte ich mich auf dem Weg zu einem mir bis dahin unbekannten Ort. Langenargen ist eine Art versteckte Oase in Deutschland. Das war der erste Eindruck, als ich vom Bahnhof aus Nachts zwei Kilometer durch die Ortschaft gehen musste, um am Ende durch den Wald zu gehen, bis ich mein Hotel erreichte. Eine neue Art nach der Unterkunft zu suchen, da konnte für den darauf folgenden Tag nichts mehr schief gehen!

Im Münzhof war es dann soweit. Die Zuhörerinnen und Zuhörer waren diesmal keine 16 oder 18 mehr, sondern Menschen, die eine geballte Ladung an Lebenserfahrung auf den Schultern hatten, geschätzt 65-80 Jahre alt.
Zu meiner Überraschung öffneten sich in der Diskussion einige emotional und berichteten von ihren Parallelen zum „Glashaus“ und das die Frage: „Wer sie sind?“ sie berührt hat, weil sie sich diese Frage heute immer noch stellen. Nicht im Ansatz hätte ich gedacht, dass ich solch ein Plenum auf solch einer emotionalen Ebene erreichen konnte.

Am Ende des Tages war Bodensee auch für mich wieder eine Bereicherung. Einen neuen Teil Deutschlands mit samt seiner einzigartigen Kultur kennengelernt zu haben. Und ich freue mich bald wieder, den Anker zu lichten und den Kompass neu auszurichten. Für eine Reise in das Tal der Emotionen.


„Ein Schiff im Hafen ist sicher, doch dafür werden Schiffe nicht gebaut.“
        John Augustus Shedd (1859 – 1928), amer. Schriftsteller und Professor