Stark gegen Drogen und Gewalt: Präventionsarbeit für eine sichere Zukunft

In diesem Artikel widme ich mich einem Thema, das in den letzten Jahren durch die zunehmende Verbreitung chemischer Substanzen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen erheblich an Bedeutung gewonnen hat. Die aktuellen Statistiken der letzten Jahre zeigen, wie dramatisch die Zahl der Konsumenten gestiegen ist. Auch die Anzahl der Gewaltdelikte in der Altersgruppe der Jugendlichen hat zugenommen.

Wenn ich an meine eigene Schulzeit zurückdenke, erinnere ich mich daran, früh mit dem Thema häusliche und schulische Gewalt in Kontakt gekommen zu sein. Ich erlebte, dass die Konfliktlösungsstrategien, die mir zuhause vermittelt wurden, eins zu eins in der Schule angewendet wurden – oft ohne, dass ich mir dessen bewusst war. Die Konsequenzen waren regelmäßige Sanktionen, die mich wöchentlich trafen. Doch mein Unterbewusstsein wollte das nicht verstehen. Kein Wunder, denn ich war damals zwischen zwei Welten hin- und hergerissen: Die Erwachsenen forderten von mir, „angepasst“ zu sein, ohne mich wirklich zu sehen oder zu verstehen. Ich fühlte mich in beiden Welten „fremd“ und reagierte oft rebellisch – eine Trotzreaktion.

Bereits in meinem Freundeskreis, im Alter von etwa 12 Jahren, kam ich früh mit dem Thema Drogen in Kontakt. Ich traute mich damals noch nicht, Drogen auszuprobieren, da mir zum einen das Geld fehlte und zum anderen die Folgen des unkontrollierten Konsums bei meinen Freunden, die selbst noch Kinder waren, deutlich vor Augen geführt wurden.

Bei meinem Freundeskreis fehlte die Bindung zu einem Elternteil. Leider waren die Betroffenen noch zu jung, um dies den Erwachsenen gegenüber zum Ausdruck zu bringen und suchten deshalb die Lösung in diese Fluchtwelten, vergebens. Aus heutiger Sicht hätte ich meinen Freunden gerne geholfen und sie davon abgehalten, weil es ihnen sichtlich geschadet hat. Sie haben die Dosis immer weiter gesteigert, bis ich Jahre später erfuhr, dass einer von ihnen selbst nach einem Aufenthalt in einer Klinik den Absprung nicht mehr schaffte.

Heute, nach über 25 Jahren, beobachte ich eine besorgniserregende Entwicklung bei Jugendlichen. Viele kommen heute mit verschiedenen Drogenarten in Kontakt, die teilweise in den sozialen Medien hochgepriesen und als „cool“ propagiert werden. Das Problem zeigt sich in fast jeder Großstadt – so auch in Köln, wo ich lebe. Der Stadt fehlt es an finanziellen Mitteln und an wirksamen Konzepten, um dem Problem Herr zu werden. Immer mehr junge Menschen fallen dem Teufelskreis der Drogensucht zum Opfer.

Deshalb ist das Thema in Schulen für mich besonders wichtig. Ich spreche aus eigener Erfahrung darüber, wie ich es geschafft habe, mich nicht blenden zu lassen. Ich gebe Schülern praktische Ratschläge, wie sie in Situationen, in denen sozialer Gruppenzwang und Zugehörigkeit eine zentrale Rolle spielen, einen Ausweg finden können. Denn der erste Kontakt zu Drogen erfolgt meist im Freundeskreis – dort besteht oft eine andere Bindung als zu Eltern oder Lehrern.

Es ist mir eine Herzensangelegenheit, all denen zu helfen, die innerlich nach Unterstützung suchen, es aber schwer in Worte fassen können – so wie damals meine Freunde. Mit meiner Lesung möchte ich Jugendliche sensibilisieren, sie stärken und ihnen Wege aufzeigen, um sich gegen den Einfluss von Drogen und Gewalt zu wappnen.

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