Termine

2020
04.03   Kooperative Gesamtschule Herzog Ernst|Gotha
19.03   Gymnasium am Steinwald|Neunkirchen (Das Saarland gegen Rassismus für Demokratie und Toleranz) – Termin wurde verschoben
01.04   Staatliches Berufsschulzentrum Kyffhäuserkreis|Sondershausen- Termin wurde verschoben
12.06   Juror „grips gewinnt“|Joachim Herz Stiftung, Hamburg
20.11   HEIMSPIEL – Kölner Autoren lesen

2019
25.01.2019 Kreis Mettmann, Lehrer-und Pädagogenfortbildung
04.05.2019 1.Kölner Literaturnacht | Integrationshaus e.V.
15.06.2019 Stiftung Integrationskultur |Langenargen (Bodensee)
11.09.2019 Süderwischschule| Cuxhaven
12.09.2019 BBS (Berufsbildende Schule)| Cuxhaven
13.09.2019 Süderwischschule| Cuxhaven
09.10.2019 Berufsschulen Ahornberg| Landkreis Hof
09.10.2019 Fachakademien Ahornberg| Landkreis Hof
10.10.2019 Hochfranken Gymnasium Naila| Landkreis Hof
10.10.2019 Mittelschule Oberkotzau| Landkreis Hof
11.10.2019 Münster Mittelschule Hof| Stadt Hof
11.10.2019 Internationales Mädchen- und Frauenzentrum EJSA| Stadt Hof
20.11.2019 BilinGO Bilinguale Gesamtschule|HEIMSPIEL
5.12.2019 Kulturlichtung | Köln

2018
22.02.2018 Lehrer-und Pädagogenfortbildung | Krefeld
12.04.2018 Gymnasium Europaschule Hamm|Hamburg
11.06.2018 Kultur und  Schule |Herzogenrath
20.08.2018 Christliches Spalatin – Gymnasium| Altenburg
21.08.2018 Staatliche Gemeinschaftsschule Kulturanum| Jena
23.08.2018 TLSFV|Erfurt
30.09.2018 Emil-Krause-Gymnasium|Hamburg
18.11.2018  Kulturlichtung in Kooperation Mayersche Buchhandlung |Köln
20.11.2018 Ottmar-Pohl-Gymnasium|HEIMSPIEL – Kölner Autoren lesen
05.12.2018 Erziehungs-und Integrationsforum|Berlin

2017
16.03.2017 Kulturbunker Köln-Mühlheim
11.04.2017 Kulturcafé Lichtung|Köln
22.05.2017 Katholische Hochschule|Köln
07.06.2017 Kulturkirche Ost|Köln
14.07.2017 Impulse aus der Scheune, Gastgeber: Tanja Köhler, Denkingen
10.10.2017 Gymnasium-Letmathe|Iserlohn
20.10.2017 Karitative Lesung zugunsten der Stiftung It´s for Kids|Köln
28.10.2017 Tag der Kultur|Köln
13.11.2017 Mariengymnasium|Arnsberg
13.11.2017 Gymnasium Laurentianum|Arnsberg
14.11.2017 Ment4You|Uni Münster
16.11.2017 Ernst-Moritz-Arndt Gymnasium|Remscheid
20.11.2017 Rhein-Gymnasium|HEIMSPIEL Köln
07.12.2017 Ment4You|Uni Köln
08.12.2017 Dietrich-Bonhoeffer Gymnasium|Bergisch Gladbach
13.12.2017 Premiere Musikalischen Lesung mit Deborah Rawlings|Köln
20.12.2017 Gesamtschule Brakel|Kreis Höxter

2016
16.11.2016 Café Hommage|Köln
27.11.2016 Café Franck|Köln
05.12.2016 Café Brando|Siegen
20.12.2016 Wilhelm-Fabry-Realschule|Hilden

Verletzte Gefühle und kein Ausweg?

2019 ist noch frisch, und da erreicht mich die Nachricht, dass sich in Berlin eine Grundschülerin für den Weg in den Suizid entschieden hat. Wieder ist es der Tatort Schule, und wieder ist es ein junger Mensch, der noch sein ganzes Leben vor sich hatte und aufgrund von verletzten Gefühlen, verursacht durch andere, aufgegeben hat.

Es finden sich zahlreiche Artikel zu dem Vorfall. Hervorgerufen wurde das Leid durch Mobbing in der Schule. Ein zentrales Thema, das an Schulen nicht neu ist. Vor 25 Jahren war das „Ärgern“ schwächerer Schüler durch die „stärkeren“ keine Seltenheit. Was damals noch übersichtlich in Klassenräumen und Schulhöfen vonstattenging und nach der Schule aufhörte, hat heute eine ganz neue Dimension angenommen. Der Weg führt ins Netz, wo eben nach der Schule der „Terror“ weitergeht und die betroffenen Schüler meist so verletzt und gekränkt sind, dass sie sich im Sog ihrer Trauer innerlich abschotten.

So wird es wohl auch der beschriebenen Berliner Grundschülerin ergangen sein. Doch warum entscheiden sich gerade junge Menschen für den Freitod und suchen keine Hilfe bei entsprechenden Stellen? Dieser Frage möchte ich in dem heutigen Artikel nachgehen, zumal es sich hierbei auch um den Kernpunkt meiner Arbeit handelt.

Im ständigen Austausch mit Schülern verstärkt sich in mir das Gefühl, dass junge Menschen Emotionen oftmals für sich behalten. Auch ich gehörte einst zu den Schülern, die versucht haben, ihre verletzten Gefühle nach außen hin durch eine „Maske“ zu vertuschen, bis mir diese im Alter von 24 Jahren zum Verhängnis wurde und ich damit konfrontiert wurde, eine Lösung für meine Probleme zu finden.

Allein die Tatsache, dass das Gegenüber größer ist als man selbst und eine gewisse Autorität ausstrahlt, schürt die Furcht, und dieses Gefühl findet Einzug in die Seele des Betroffenen. Derartige Verletzungen gehen also auf das Seelenkonto, und je mehr es werden, desto größer wird die innere Wunde, ohne dass der Betroffene es bemerkt. Eines Tages jedoch meldet sich die verletzte Seele mit einer gewaltigen Welle an Emotionen, die den Betroffenen überrollt und an die Wand drückt. Begriffe wie „Depressionen“, „Burnout“ und andere sind das Resultat einer solchen Welle. Erwachsene Klienten suchen in den meisten Fällen erst dann den schwierigen Weg in die Behandlung, wenn ihre Kräfte erschöpft sind. Bei Kindern und Jugendlichen ist es noch schwieriger. Ihnen fehlt die Anleitung und sie müssen durch einen sensiblen Umgang mit dem Thema darauf vorbereitet werden, Gefühle zuzulassen und die oft massiv vorhandene Scham abzulegen. Es ist nicht schlimm, sich Hilfe von außen zu suchen, wenn es nicht mehr geht.

Mobbing wird es immer geben und gab es auch schon immer, ob in der Schule, am Arbeitsplatz oder in anderen Bereichen. Der erste Ansatz wäre, den Tätern und Opfern die Folgen von Mobbing zu verdeutlichen, damit der Teufelskreislauf ein Ende hat und keine weiteren (jungen) Menschen zum Opfer werden.

Falls du dich angesprochen fühlst, denk bitte daran: Es gibt immer einen Ausweg und es gibt immer Menschen, die dir helfen können. Auch anonym. An die folgenden Stellen kannst du dich rund um die Uhr wenden, wenn du seelische Schmerzen hast:

Telefonseelsorge: Unter 0800 – 111 0 111 oder 0800 – 111 0 222. Auch ein Gespräch via Chat ist möglich. telefonseelsorge.de

Kinder- und Jugendtelefon: montags bis samstags von 14 bis 20 Uhr unter 0800 – 11 6 111 oder 0800 – 111 0 333. Am Samstag nehmen die jungen Berater des Teams „Jugendliche beraten Jugendliche“ die Gespräche an. nummergegenkummer.de

Muslimisches Seelsorge-Telefon: 24 Stunden am Tag unter 030 – 44 35 09 821 zu erreichen. Ein Teil der Mitarbeiter vor Ort spricht auch Türkisch. mutes.de

Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention: Eine Übersicht über alle telefonischen, regionalen, Online- und Mail-Beratungsangebote in Deutschland gibt es unter suizidprophylaxe.de.

Quelle: tagesspiegel.de, Rheinische Post

Bild: pixabay

Identitätsreise: „Wer bin ich wirklich?“

 

Ich helfe jungen Menschen auf ihrer Reise zu sich selbst und dabei nehme ich sie mit auf die Identitätsreise: „Wer bin ich wirklich?”. 

Hinweis: Aufgrund der aktuellen Situation wurde das Format vorläufig auf Online umgestellt. In der Planung und Umsetzung ist es nun auch für kleinere Gruppen, wie Klassen möglich daran teilzunehmen. Die technische Voraussetzung hierfür ist ein Projektor, sowie ein Mikrofon für die Schülerfragerunde. Im Inhalt, sowie im Stil hat sich nach wie vor nichts verändert.

Vortrag mit Lesung und Diskussion
Zeit:              90 Minuten|60 Min. Lesung mit Vortrag|30 Min. Diskussion|
Digital:         Online Live Übertragung per Zoom
Schulen:      Berufsbildende Schule|Gesamtschule|Gymnasium| Hauptschule|Realschule|
Mail:             info@imglashaus.com
Preis:            Anfrage bitte per Mail mit Klassengröße

Der Vortrag arbeitet sich chronologisch durch meine Jugend bis zum Erwachsenenalter und dabei ist im Fokus, welche Hürden ich überwinden musste, um letztendlich meine Ziele zu erreichen. Hierzu werden als Belege Passagen aus dem Kapitel vorgelesen.

Aus der Sicht eines Betroffenen erhalten die Schülerinnen und Schüler ein „Grundhandwerkzeug“, mit dem sie ihre emotionale Welt in Zeiten der inneren Verletzung selbst bearbeiten können, was ihnen den Vorteil erschafft, nicht so schnell anfällig für psychische Krankheiten zu werden.

Aspekte, wie der Umgang mit Mobbing, Verletzungen in der Kindheit (Schulzeit), Gruppenzwang sind ebenfalls eines der Kernpunkte im Laufe der Identitätsreise.

                     

Der Teufelskreis

Bereits vor meiner Geburt war meine Mutter depressiv, was auf das verschleppte Kriegstrauma zurückzuführen war. Eine Diagnose, die weder die Kinder noch jemals irgendwelche anderen Familienmitglieder gesehen haben. Geschweige denn, dass meiner Mutter einsichtig gewesen wäre, denn sie lebte in ihrer verschlossenen Welt. So waren ihre unkontrollierten Gefühlsausbrüche während der Erziehung eine natürlich Folge ihrer Krankheit. All dies verstand und sah ich erst, nachdem ich mich ausführlich dem Glashaus gewidmet hatte und mit meinen Forschungen im Leben zwischen den Welten begann.

Eine kleine Brücke zum Erscheinungsjahr 2012 der Erstauflage meines Buches: In Bayern wurde in einer wissenschaftlichen Studie belegt, dass ein Drittel aller Flüchtlinge unter psychosomatischen Krankheiten leidet und dass dieser Wert im Vergleich zur deutschen Bevölkerung weitaus höher liegt. Die Studie ist zu dem gleichen Schluss gekommen, wie damals und auch heute noch meine Erfahrungen zeigen, die ich während meiner Zeit als Flüchtlingsbetreuer und Leiter einer Notunterkunft gemacht habe. 2012 war dieses Thema in der Öffentlichkeit noch lange nicht so brisant wie heute.

Was ich wiedererkenne, ist das sogenannte „Hamsterrad“ oder auch den „Teufelskreislauf“ – nennen Sie es, wie Sie es wollen. Tatsache ist, dass die heute ankommenden Flüchtlinge einen erheblichen Teil an verletzten Emotionen mit sich tragen, ohne aktiv in irgendeiner Behandlung zu sein.

Die im Folgenden wiedergegebene Begegnung mit einer Frau aus Syrien spiegeln ihren seelischen Zustand wider: Im Rahmen eines Autorentreffens saß eine sehr energiegeladene Frau – lassen wir sie Mitte vierzig sein –, die dem Moderator in fast jeden dritten Satz hineinsprang. Als ich mit meinem Part fertig war und mit ihr ins Gespräch kam, sagte sie unter anderem: „Die Deutschen sind so nett. Sie tun alles, aber sie können nicht mein Herz berühren. … In meiner Heimat hatte ich ein riesengroßes Haus mit vierhundert Quadratmetern und zwei Autos, und hier bin ich nur eine Nummer.“

Auf die Frage, ob sie nicht in eine Therapie gehen wolle, erntete ich zunächst einen ernsten Gesichtsausdruck und den Mittelfinger als Protestreaktion. Dann tippte sich die Frau mit ihrem Zeigefinger an die Stirn und unterstrich ihr „Nein“ mit folgenden Worten: „Eine Therapie? Ich bin doch nicht verrückt. Ich brauche jemanden, der mein Herz berührt …“
So kann ich mich an dieser Stelle auch an eine Situation aus der Notunterkunft erinnern, in der ein älterer Mann, der allein nach Deutschland gekommen war, eines Abends versuchte, sich das Leben zu nehmen. Dieser Mann hatte die Foltermethoden in seiner Heimat am eigenen Leib erfahren und konnte die erlebten Qualen nicht mehr verarbeiten. Als ich davon erfuhr, ließ ich ihn sofort in die nächste Klinik einliefern. Einer von vielen hunderttausenden Fällen mit dem Unterschied, dass seine Probleme aufgrund seines Verhaltens rechtzeitig ans Tageslicht kamen. Doch wie viele Betroffene verhalten sich still, während ihr Innerstes längst zerstört ist?

Häufig wurde ich während meiner Zeit als Betreuer Zeuge, wie traumatisierte Eltern ihre Wut an ihren Nachwuchs weitergaben. In dem Moment des unkontrollierten Gefühlsausbruchs dienten ihnen ihre Kinder als eine Art Ventil. In dem Kapitel „Die traumatisierten Eltern“ meines Buches habe ich mich diesem Teil des Themas gewidmet.

Unabhängig vom kulturellen Hintergrund suchen Therapiebedürftige nach Gründen, um sich mit Ausreden gegen eine Therapie zu stellen, weil sie der Meinung sind, dass ein Therapeut ihnen nicht helfen kann. Den gleichen Standpunkt vertrat auch meine Mutter, obwohl ihr eine Therapie vermutlich gutgetan hätte, so wie diese vielen Menschen, die heute in unser Land kommen, guttun würde.

Mein Mutter stellte Psychotherapie mit „Verrücktheit“ gleich – ein absolutes Tabuthema. Selbst in der hiesigen Gesellschaft geht niemand offiziell zum Therapeuten, und das, obwohl die Praxen rappelvoll sind. Es bleibt wohl ein ewiges Geheimnis, wie so etwas möglich ist.

Die Verantwortung bei der Politik zu suchen, ist der falsche Ansatz. Denn zwingen kann man die betroffenen therapiebedürftigen Flüchtlinge nicht. Vielmehr muss ein Sammelraum geschaffen werden, in dem traumatisierte Menschen über das sprechen können, was ihnen widerfahren ist. Andernfalls dreht sich das Hamsterrad wie vor dreißig, vierzig, fünfzig Jahren weiter und die Menschen sind schnell wieder in ihrem eigenen „Glashaus“ gefangen und leben mit diesem weiter. Die Folge ist die Weitergabe der Traumaerfahrung an die eigenen Kinder, was letztendlich eine mögliche Isolation von der Gesellschaft zur Folge haben könnte. Der Nährboden für die Entstehung einer neuen Parallelgesellschaft wäre somit gegeben.

 

Quelle: Spiegel Online
Bilder: pixabay

UNICEF Studie – Deutsche Jugendliche sind Unzufrieden

Diese Meldung ist das Resultat einer digitalen Zeit, in der wir ausschließlich leben, wo fast jeder Mensch mit sich und seiner Arbeit beschäftigt ist und keinen natürlichen Ausgleich zu seinem stressigen Alltag mehr hat. Die heutige Jugend weiss, dass sie den enorm großen Anforderungen der Erwachsenen nicht mehr nachkommen kann, so flüchten sie schnell in die ihre bekannte Welt – Internet, Soziale Netzwerke, Fernsehen etc, dabei bleibt die innere Wunde unbehandelt und weiter bestehen. Weder die Eltern noch die Lehrer bekommen in Wirklichkeit etwas von dem Leid der Kinder etwas mit, denn sie selber befinden sich im Stress Modus, der sie Immun macht für die Empfindsamkeit von jungen Menschen.

Grund hierfür ist der Zeitmangel und die ständige Erreichbarkeit des Arbeitsgebers.Gerade Kinder brauchen in ihrer ersten Entwicklungsphase bishin zum Übergang zur Pubertät ein Vorbild und dieser Funktion sollten Eltern nachkommen. Fehlt diese Vorbildfunktion, so ziehen sich die Kinder innerlich verletzt zurück und die Entwicklung kommt zu einem Stillstand. Nach einigen Jahren wundern sich oft manche Eltern, warum sie ihr Kind nicht mehr erreichen können. Der Grund ist hierfür meist in der Kindheit zurück zu führen. In der Wissenschaft ist es ebenfalls nachgewiesen worden, dass Kindheitsverletzungen, die unbehandelt bleiben ausschlaggebend sind für die Entstehung einer späteren Abhängigkeit jeglicher Form.

Das Freizeitverhalten der heutigen Jugend spielt auch eine wichtige Rolle für ihr Unwohlgefühl. So verbringt ein Großteil seine Zeit hinterm Computer.

Ein möglicher Ausweg wäre mehr Zeit mit den Kindern zu verbringen und sie nicht allein in ihrem Rückzugsort, nämlich im – Zimmer – zu lassen.

Das Cybermobbing

Nun ist meine vor Jahren aufgestellte Vermutung und These offiziell durch eine Studie aus Berlin bestätigt, dass jeder fünfte Schüler Opfer eines Cybermobbings in deutschen Schulen ist. Die Studie geht aus dem Bündis gegen Cybermobbing hervor, indem Pädagogen, Lehrer, Medienvertreter und Ärzte sich befinden. Nun blicken wir nicht mehr zurück in die Vergangenheit, wo noch mit Papierkügelchen und Hänseleien die jungen Schüler geärgert wurden. Das Mobbing hat nun eine neue Form angenommen ist in das digitale Zeitalter transformiert. Auf „sozialen Netzwerken“ nehmen diese Gestalt an, durch nicht genehmigte Veröffentlichung von Fotos und die entsprechenden Herablassenden Kommentare über die abgebildete Person.
Im Jahre 2012 kam es sogar zu einem Suizid einer 15 jährigen Kanadierin Amanda Todd, die sich das Leben nahm, weil sie von einem Stalker und Pädophilen über „Facebook“ belästigt worden war und anschließend ihre Mitschüler sie in diesem Netzwerk regelrecht mobbten. Aus Verzweiflung und Erschöpfung nahm sie sich das Leben, weil sie den ganzen psychischen Druck nicht mehr standhalten konnte. Die Hackergruppe „Anonymous“ hatte sich eingeschaltet und die Kontaktdaten des Mannes ausfindig gemacht, mit dem Amanda vorher im Facebook gechatet hatte, doch dieser verneinte jegliche Verbindung zu den Anschuldigen und den Tod Amandas und verwies auf einen anderen Mann, der einen ähnlichen Namen hat,wie er.
Über den Atlantik nach Deutschland gekommen, scheint das Cybermobbing langsam Gestalt anzunehmen. An dieser Stelle ist nicht die Politik, sondern vielmehr die Pädagogen der Schulen gefragt, inwiefern sie Aufklärungsarbeit über „Mobbing“ leisten.
Zu meiner Schulzeit gab es weder eine Maßnahme gegen Mobbing, noch eine Aufklärung über das Thema. Vielmehr wurden die „Täter“ darum gebeten, die „Opfer“ in Ruhe zu lassen, was so gut wie ignoriert wurde und man als Betroffener aus dem Teufelskreislauf nicht allein herauskam, es sei denn man wehrt sich, aber dies wiederum würde durch eine Tadel der Lehrkräfte bestraft werden. So sind Betroffene Opfer in ihrer Lage meist alleine. Das Mobbing geht nun von der Schule bis nach Hause ins Internet weiter.

In meinen Vorträgen in Schulen, nehme ich explizit Betroffene emotional verletzte Schüler mit auf die Reise in meine eigene Schulzeit, die unter anderem auch geprägt war mit „Mobbing“, als ich den Status „Rüpel Schüler“ hatte. Mit der Reise, will ich Betroffenen Mobbing Opfern Mut und Hoffnung machen, dass es stets einen Ausweg aus dem Tal der verletzten Emotionen gibt. Eine Ignoranz der verletzten Gefühle würde sonst die Spirale weiter eskalieren lassen. In diesem Sinne, passt auf euch auf und werdet nicht zum Opfer irgendwelcher Attacken.
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