UNICEF Studie – Deutsche Jugendliche sind Unzufrieden

Diese Meldung ist das Resultat einer digitalen Zeit, in der wir ausschließlich leben, wo fast jeder Mensch mit sich und seiner Arbeit beschäftigt ist und keinen natürlichen Ausgleich zu seinem stressigen Alltag mehr hat. Die heutige Jugend weiss, dass sie den enorm großen Anforderungen der Erwachsenen nicht mehr nachkommen kann, so flüchten sie schnell in die ihre bekannte Welt – Internet, Soziale Netzwerke, Fernsehen etc, dabei bleibt die innere Wunde unbehandelt und weiter bestehen. Weder die Eltern noch die Lehrer bekommen in Wirklichkeit etwas von dem Leid der Kinder etwas mit, denn sie selber befinden sich im Stress Modus, der sie Immun macht für die Empfindsamkeit von jungen Menschen.

Grund hierfür ist der Zeitmangel und die ständige Erreichbarkeit des Arbeitsgebers.Gerade Kinder brauchen in ihrer ersten Entwicklungsphase bishin zum Übergang zur Pubertät ein Vorbild und dieser Funktion sollten Eltern nachkommen. Fehlt diese Vorbildfunktion, so ziehen sich die Kinder innerlich verletzt zurück und die Entwicklung kommt zu einem Stillstand. Nach einigen Jahren wundern sich oft manche Eltern, warum sie ihr Kind nicht mehr erreichen können. Der Grund ist hierfür meist in der Kindheit zurück zu führen. In der Wissenschaft ist es ebenfalls nachgewiesen worden, dass Kindheitsverletzungen, die unbehandelt bleiben ausschlaggebend sind für die Entstehung einer späteren Abhängigkeit jeglicher Form.

Das Freizeitverhalten der heutigen Jugend spielt auch eine wichtige Rolle für ihr Unwohlgefühl. So verbringt ein Großteil seine Zeit hinterm Computer.

Ein möglicher Ausweg wäre mehr Zeit mit den Kindern zu verbringen und sie nicht allein in ihrem Rückzugsort, nämlich im – Zimmer – zu lassen.

Die Flucht aus der Heimat (Leseprobe)

Armut und Elend begleiten den Alltag und man sieht der Zukunft hoffnungslos entgegen. Man denkt an Flucht aus der Heimat in ein Land, wo alles „besser“ sein muss, als es bisher gewesen ist.
Ein Leben, begleitet vom Krieg und der ständigen Angst vor dem eigenen Leben, erschwerte die Lebenssituation für die Menschen in Sri Lanka. Als einzige Lösung, sich aus dem Chaos zu befreien, erschien die Resignation –die„Flucht“ in die Leere.

Da in einem Entwicklungsland Armut und Lebensmittel- mangel herrschen und vor allem kaum Geld verdient werden kann, wandern viele Migranten, nicht nur aus Sri Lanka, sondern auch aus anderen Teilen der Welt in den Westen. Über einen konkreten Aufbauplan nach der Ankunft in Deutschland machen sie sich kaum Gedanken. So stoßen viele Migranten, angekommen im jeweiligen Exil, auf eine Hürde voller Aufgaben und Sprachbarrieren, über die sie sich im Voraus nicht im Klaren waren. Das alte Land wurde verlassen in der Hoffnung, im neuen Land die Lösung zu finden. Wie lassen sich die Erwartungen erfüllen? Wie lässt sich Geld verdienen? Wie findet man einen Arbeitsplatz – wenn zu all dem das nötige Hand- werkszeug fehlt? Ich spreche vom Erlernen der jeweiligen Landessprache.

Bei all dem unterschätzen viele betroffene Flüchtlinge das Kriegstrauma, welches sie aus einem ehemaligen Bürger- kriegsland wie Sri Lanka jahrelang mit sich schleppen.
Vielen von ihnen ist nicht bewusst, welche Auswirkungen die Erlebnisse auf ihre Psyche haben können. Darauf werde ich im Kapitel „Die traumatisierten Eltern“ näher eingehen.
Angekommen in einem Industrieland wie Deutschland, sind die eingewanderten Migranten zunächst einmal mit den zahlreichen Formalitäten beschäftigt.

In den meisten Fällen verlassen verheiratete Familienväter ihre Familien, um die Reise in die Ferne anzutreten. Frau und Kinder bleiben in der Heimat zurück und hoffen auf eine baldige Verbesserung ihrer Lage. Planlos in Deutschland begreifen manche Migranten, dass die Dinge nicht so einfach funktionieren, wie sie es sich vorgestellt haben.

Davon möchte ich am Beispiel meines Vaters berichten:
Er wanderte im Jahre 1982 im Alter von dreißig Jahren in Deutschland ein. Damals – es war noch zu DDR-Zeiten – erfolgte eine Grenzöffnung mit einem dreitägigen Visum nach Deutschland. Mein Vater verließ Sri Lanka, bevor der Bürgerkrieg offiziell ausbrach. Eingereist in Deutschland musste er feststellen, dass er ohne Sprachkenntnisse keinen Arbeitsplatz finden konnte. Während meine Mutter und meine beiden Geschwister in Sri Lanka waren, hatte mein Vater die Wahl: Er konnte dorthin zurückgehen oder sich in einem neuen Land auf ungewisse Zeit etwas aufbauen. Zusammen mit mehreren Hunderten von Tamilen aus Sri Lanka wurde er von Stadt zu Stadt deportiert, bis er letztlich Ratingen erreichte. Dort verbrachte er zusammen mit sechs Fremden die ersten Jahre im Gemeinschafts- zimmer eines Asylheims.

Diese Zeit verbrachte er in Ungewissheit, Hoffnungslosigkeit und großer Trauer, da er auf unbestimmte Zeit getrennt von seiner Familie in einem Land lebte, in dem er weder die Sprache beherrschte noch die Menschen kannte. Er musste sein komplettes Leben von heute auf morgen umstellen. Das Leben im Exil sollte besser und schöner werden als das alte Leben in der Heimat. Doch angekommen im Exil stand er – wie viele Migranten – vor einer großen Baustel- le, bei der ihm die Anweisung fehlte, wie und wo er zu bauen beginnen sollte. Mit sechs weiteren Tamilen, die er zuvor weder gesehen noch gekannt hatte, musste er unter einem Dach die nächsten fünf Jahre seines Lebens teilen. Für mich unvorstellbar, doch für die Reisenden gab es keinen anderen Ausweg. Entweder sie akzeptierten die Lage, wie sie war, oder sie kehrten zurück in ihr altes Leben. Wie viele Migranten nahmen sie die Einschränkung der eigenen Privatsphäre in Kauf, immer auf eine baldige Veränderung hoffend. Als Asylant ohne Arbeitsplatz und Geld hatten sie im Exil nicht viele Optionen.

Den Kampfgeist sowie das Durchhaltevermögen meines Vaters bewundere ich bis heute. Es ist unglaublich, wie Menschen aus einer Lage Hoffnung schöpften, die keinen Boden unter den Füßen bot.
Die Vorstellung, dass nach Ankunft im neuen Land alles besser würde, erwies sich für meinen Vater als ein Trugschluss. Kurze Zeit, nachdem er in Deutschland ange- kommen war, brach in Sri Lanka offiziell der Bürgerkrieg aus und meine Mutter war mit meinen beiden Geschwis- tern auf sich gestellt. Eine starke Frau, die mit ihren Kin- dern während des Bürgerkrieges ums Überleben kämpfte. Während sie von Dorf zu Dorf wanderte, verbrachte mein Vater in Deutschland die Zeit damit, das schwer verdiente Geld nach Sri Lanka zu schicken, um weiterhin unseren Lebensunterhalt zu gewährleisten.
Aufgeben und zurückkehren, das wollte er nicht. Er war fest entschlossen, jegliche Herausforderung anzunehmen. Gedanken an das Erlernen der Sprache wurden immer wieder verdrängt, die Migranten hatten zu viele andere Probleme im Kopf, die es zu lösen galt. Sprachinstitute waren für viele von ihnen ein Fremdwort.

Fünf Jahre in Deutschland und ein Leben getrennt von der eigenen Familie hatten für meinen Vater zur Folge, dass ein Teil der Beziehung zu seinen Kindern und der persönliche Bezug zu der eigenen Frau verloren gingen.
Nicht nur meinem Vater erging es so. Andere Familien machen auch heute noch ähnliche Erfahrungen. Die räumliche Trennung ist zugleich eine emotionale Tren- nung, die sich unbewusst einschleicht. Die Auswirkungen einer solchen Distanz spiegeln sich im späteren Miteinan- der wider und sind unter anderem Grund für mögliche Ehestreitigkeiten.

Eine Flucht vor irgendetwas ist stets gefolgt von Angst und Unsicherheit. Es gilt, vor dem wegzulaufen, was einem das Leben erschwert. Mit diesem Prinzip verlassen die meisten Migranten ihre Heimat. Die Reise endet in einem neuen Land und beginnt zugleich mit einer erneute Flucht. Die Flucht vor dem Fremden und einer neuen Angst des Versagens. Aus Ratlosigkeit und Verzweiflung greifen manche zum Alkohol oder zu anderen Rauschmit- teln, um sich so ein Stück weit von ihrem Gemütszustand abzulenken.

Unter den Umständen der ständigen Flucht ist es kaum möglich, dass die betroffenen Migranten auf die Idee kommen, die jeweilige Landessprache im Exil zu erlernen, was ihnen vieles erleichtern würde.
Um Gespräche mit einem Psychologen zu ermöglichen, fehlt das Grundwerkzeug: die Sprache. So sind Migranten, die aus einem Bürgerkriegsland flüchten, mit ihrem schwe- ren Schicksal und ihren verletzten Gefühlen auf sich gestellt.

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Ment4You

Ment4You ist ein Projekt, welches von den Lehrkräften mit Zuwanderungsgeschichte ins Leben gerufen worden ist, um herangehende Lehrer/innen auf ihrem zukünftigen Weg in die Schule zu begleiten.
Ich freue ich mich auf die Einladung und den Abend, gemeinsam mit den Studierenden auf die Reise in das Tal der Emotionen zu gehen, um erneut die Frage zu beantworten:”Wer bin ich?”, wenn man zerissen zwischen den kulturellen Welten wandert.
Termin: 14.11.2017 um 19:00 Uhr
Ort: Zentrum für Lehrer|Innenbildung (Zfl Uni Münster), Hammer Str. 95, 48153 Münster
Termin: 07.12.2017 um 18:00 Uhr
Ort: Zentrum für Lehrer|Innenbildung (Zfl Uni Köln), Immermannstr.49, 50923 Köln

Endlich angekommen in Köln

Egal wohin die Reise führt, wir kommen immer irgendwo an. Das kann ein Café, eine Stadt oder auch ein neues Land sein. Zunächst steht nach einer langen Reise die Ankunft am neuen Ort im Vordergrund. So wie 1982 bei meinem Vater. Er traf eines Tages aufgrund der sehr schlechten wirtschaftlichen Situation in seinem Heimatland (Sri Lanka) die Entscheidung, nach Deutschland auszuwandern. Seine erste Anlaufstelle war Berlin, Zoologischer Garten. Der Gedanke an die deutsche Sprache war für ihn zu diesem Zeitpunkt sehr weit entfernt. Im Vordergrund stand die Ankunft in einem Land, in dem er weder die Menschen noch die Kultur kannte. Zu diesem Zeitpunkt befand sich meine Mutter mit meinen beiden älteren Geschwistern in Sri Lanka – ein Land, das fernab von westlichen Gegebenheiten war.
Wie geht es nun weiter?
Was muss ich machen?
Wann kann ich endlich Geld verdienen?

Solche und weitere Fragen schlummerten im Kopf meines Vaters und seine Angst wuchs mit jedem Tag.
Als er in ein Asylheim in Ratingen verlegt wurde, war er in Deutschland angekommen. Doch das bedeutete nicht, dass er auch geistig in diesem für ihn so neuen Land angekommen war. Sein Grundgedanke war es, ein wirtschaftlich besseres Leben für sich und seine Familie aufzubauen, und das so schnell wie möglich. Sich mit den Sitten des Landes, in dem er jetzt lebte, auseinanderzusetzen, stand für ihn nicht auf dem Plan. Wieso auch? Seine Mission war eine andere – Geld verdienen! Und das so schnell wie möglich.
Jahre später konnte mein Vater endlich seine Frau und seine beiden Kinder nachholen. Und schließlich wartete weiterer Nachwuchs nicht lange auf sich: 1987 kam ich im Asylheim auf die Welt – ebenfalls in Ratingen. Ankunft und Ankommen war bei mir ein und dieselbe Station. Deswegen hatte ich es nicht ganz so schwer wie meine Eltern. Meine Station war der Kreißsaal des katholischen Marienkrankenhauses.

Meine Eltern waren felsenfest in ihrer Welt gefangen. Meine Mutter in der des „Kriegstraumas“ und mein Vater in seiner Welt des „Statussymbols“. Beide hatten ihre zurückgelassene Heimat Sri Lanka weiterhin im Kopf und wollten diese um jeden Preis schützen und an uns Kinder weitergeben. Bei Nichtbefolgen wurde ich bestraft. Und das stets und immer wieder, weil sich meine Station von ihren Stationen unterschied.
Ich verstand es nicht, weil ich als Kind nie die Heimat meiner Eltern sah und auch sonst keine Berührungspunkte hatte, außer die Sprache und das Essen, das meistens sehr lecker war. Meine Eltern wollten, dass ich ihre Heimatsprache in Wort und Schrift beherrschte. Ein Sprachprogramm, gegen welches ich mich aktiv wehrte, denn meine Heimat war Ratingen und meine Sprache war Deutsch.
Oder?

Ich sollte mit meinen Eltern in ihrer Heimatsprache kommunizieren, was für mich oft eine Herausforderung war, musste ich doch meine eigene Welt in die Welt meiner Eltern übertragen und übersetzen. Dies brachte sehr oft Konflikte mit sich, weil die beiden die Welt, in der ich lebte, nicht verstehen wollten und mit allen Mitteln versuchten, diese aus meinem Kopf herauszuhauen.
Meine Eltern kamen nie an, weil sie gedanklich in ihrem „Glashaus“ gefangen waren.
Wenn du irgendwo ankommen möchtest, wenn du mit deiner Seele und der Umgebung eins werden willst, dann ist es wichtig, dass du das Alte und dir Bekannte – und dazu zählt manchmal auch die alte Heimat, in der du zuvor gelebt hast – loslässt und dich auf die Reise begibst, das Neue mit all seinen Facetten kennenzulernen. Die neue Kultur und die neuen Menschen ebenso wie die neue, dir zunächst noch unbekannte Sprache. So bin ich heute erfolgreich physisch, als auch psychisch nach vier Jahren nun endlich in Köln angekommen!

Es ist wichtig, woher auch immer du kommst, dass du dein „altes Programm“, deine alte Heimat und Kultur zurücklässt und dich auf deinen eigenen Weg begibst, dich auf deine eigene Reise machst. Denn nur so kannst du tatsächlich ankommen – im Hier und Jetzt, ansonsten lebst du weiterhin in der verlassenen Welt deiner ursprünglichen Heimat.

Das Cybermobbing

Nun ist meine vor Jahren aufgestellte Vermutung und These offiziell durch eine Studie aus Berlin bestätigt, dass jeder fünfte Schüler Opfer eines Cybermobbings in deutschen Schulen ist. Die Studie geht aus dem Bündis gegen Cybermobbing hervor, indem Pädagogen, Lehrer, Medienvertreter und Ärzte sich befinden. Nun blicken wir nicht mehr zurück in die Vergangenheit, wo noch mit Papierkügelchen und Hänseleien die jungen Schüler geärgert wurden. Das Mobbing hat nun eine neue Form angenommen ist in das digitale Zeitalter transformiert. Auf “sozialen Netzwerken” nehmen diese Gestalt an, durch nicht genehmigte Veröffentlichung von Fotos und die entsprechenden Herablassenden Kommentare über die abgebildete Person.
Im Jahre 2012 kam es sogar zu einem Suizid einer 15 jährigen Kanadierin Amanda Todd, die sich das Leben nahm, weil sie von einem Stalker und Pädophilen über “Facebook” belästigt worden war und anschließend ihre Mitschüler sie in diesem Netzwerk regelrecht mobbten. Aus Verzweiflung und Erschöpfung nahm sie sich das Leben, weil sie den ganzen psychischen Druck nicht mehr standhalten konnte. Die Hackergruppe “Anonymous” hatte sich eingeschaltet und die Kontaktdaten des Mannes ausfindig gemacht, mit dem Amanda vorher im Facebook gechatet hatte, doch dieser verneinte jegliche Verbindung zu den Anschuldigen und den Tod Amandas und verwies auf einen anderen Mann, der einen ähnlichen Namen hat,wie er.

Über den Atlantik nach Deutschland gekommen, scheint das Cybermobbing langsam Gestalt anzunehmen. An dieser Stelle ist nicht die Politik, sondern vielmehr die Pädagogen der Schulen gefragt, inwiefern sie Aufklärungsarbeit über “Mobbing” leisten.
Zu meiner Schulzeit gab es weder eine Maßnahme gegen Mobbing, noch eine Aufklärung über das Thema. Vielmehr wurden die “Täter” darum gebeten, die “Opfer” in Ruhe zu lassen, was so gut wie ignoriert wurde und man als Betroffener aus dem Teufelskreislauf nicht allein herauskam, es sei denn man wehrt sich, aber dies wiederum würde durch eine Tadel der Lehrkräfte bestraft werden. So sind Betroffene Opfer in ihrer Lage meist alleine. Das Mobbing geht nun von der Schule bis nach Hause ins Internet weiter.

In meinen Vorträgen in Schulen, nehme ich explizit Betroffene emotional verletzte Schüler mit auf die Reise in meine eigene Schulzeit, die unter anderem auch geprägt war mit „Mobbing“, als ich den Status „Rüpel Schüler“ hatte. Mit der Reise, will ich Betroffenen Mobbing Opfern Mut und Hoffnung machen, dass es stets einen Ausweg aus dem Tal der verletzten Emotionen gibt. Eine Ignoranz der verletzten Gefühle würde sonst die Spirale weiter eskalieren lassen. In diesem Sinne, passt auf euch auf und werdet nicht zum Opfer irgendwelcher Attacken.
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Psychotherapie

Viele Menschen erschrecken bereits beim Hören oder Lesen des Titels. Ein Gefühl der Scham kommt hoch und man möchte in der Öffentlichkeit darüber nicht gern sprechen. Vor allem nicht, wenn es einen selbst betrifft, denn dann landet dieses Thema schnell in der verschlossenen seelischen Schweigekiste.

Girl telling about her problems on therapy

Dabei unterschätzt man den wertvollen Nutzen einer solchen Gesprächstherapie. Es gibt unzählige Formen der Psychotherapie, wie z. B. die Verhaltenstherapie, die Gesprächstherapie sowie die tiefenfundierte analytische Therapie.
Nicht verwechseln darf man einen Therapeuten mit einem Psychiater in einer Klinik. Unbewusst jedoch geschieht diese Verwechselung allzu häufig, sodass therapiebedürftige Menschen oft keine Therapie beginnen.
Ein Besuch beim Therapeuten lässt sich vergleichen mit dem Besuch bei einer guten Freundin oder einem Freund, mit den man über seine Probleme spricht. Der Unterschied dabei, dass der Therapeut vom Fach ist und bei vielen Themen, die die Seele belasten, mit seinem fachmännischen Rat zur Seite stehen kann.
Bereits in jungen Jahren macht man die Erfahrung mit seelischen Verletzungen, ohne sich dessen wirklich bewusst zu sein. So sind zum Beispiel Mobbingopfer in der Schule oder Opfer von Gewalt im Kindesalter diejenigen, die eine Therapie in Anspruch nehmen sollten.
Ein anderes Beispiel wäre auch der allseits bekannte Liebeskummer. Während es Frauen leichtfällt, über ihre Emotionen zu sprechen, scheuen sich die meisten Männer davor, sich gerade solchen tiefgreifenden Themen zu widmen. Lieber verdrängen sie – oft unbewusst – den seelischen Schmerz, der sich daraufhin anderweitig äußern kann, beispielsweise in Form von Alkohol- oder jeglicher anderen Sucht.
Die Praxis zeigt, dass die meisten Opfer seelischer Verletzungen durchs Leben gehen, ohne dass sie aktiv geheilt werden. Mögliche Folgen sind die Entstehung von Soziophobie oder Persönlichkeitsstörungen, denen man sich nicht bewusst ist. Um solchen Folgen entgegenzuwirken, sollte man den Gang zum Therapeuten nicht scheuen. Dabei muss der private Kreis nicht einmal etwas davon erfahren, außer man setzt ihn darüber in Kenntnis. So kann eine Therapie begonnen und über eine längere Zeit verfolgt werden.
Die ersten fünf Sitzungen sind sogenannte „probatorische Sitzungen“, bei denen sich der Klient und der Therapeut gegenseitig kennenlernen und für sich entscheiden können, ob eine längere Zusammenarbeit lohnenswert ist und funktionieren könnte. Für diese übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten. Sollte man sich während der probatorischen Sitzungen gegen den ausgewählten Therapeuten entscheiden, so besteht die Möglichkeit, sich einen neuen Therapeuten zu suchen.

In dem Sinne ruhig Mut für ein Gespräch.
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Männer und die Folgen von verletzten Gefühlen

Eine Gesundheitsstudie über “Männergesundheit 2013” wurde seitens der Stiftung Männergesundheit und die Deutsche Krankenversicherung DKV in Berlin vorgestellt, in der man den Ursachen für das Stillschweigen von psychischen Krankheiten bei Männern auf den Grund gegangen ist und die Folgen dessen erläutert. In der Studie wird deutlich unterstrichen, dass das veraltete und fasche Männerbild in der Gesellschaft: “Nur die Harten kommen in den Garten” folglich nicht mehr der Realität entspricht bzw. die heutigen Männer diesem Klischee gesundheitlich nicht mehr folgen können. Denn gerade Männer gehen laut der aktuellen Statistik dreimal höher einen Suizid ein, als Frauen.

Oft verschliessen sich die Betroffenen ihrer eigenen Gefühle und lassen diese in sich hinein anstauen. So kommt es zu einem immer füllenden inneren Damm, der sich mit der Zeit weiter fühlt und eines Tages zum Ausbruch kommt, inform von Krankheiten, wie Schlaganfall, Depressionen, Alkoholsucht und jegliche andere Arten von Suchtkrankheiten. Oft fehlt auch[nbsp]manchen männlichen Ärzten das entsprechende Einfühlungsvermögen, um den Zugang zu den verletzten Emotionen der männlichen Patienten zu bekommen.

In der heutigen Zeit blockieren sich die modernen Männer durch ihre äußere Fassade, die wie eine Schutzhülle sie schützt vor inneren Verletzungen, doch dabei bleibt es leider nur eine Fassade. Hinzu kommen Vergangenheitserlebnisse, wie Gewalt in der Jugend, die laut der Statistik besagt,dass Männer mehr betroffen sind, als heranwachsende Frauen. So lernen sie bereits in ihrer Kindheit und Jugend durch enorm brutale Konfrontation mit Gewalt eine innere Gefühlskälte zu entwickeln, die bis zum Erwachsenenalter bestehen bleibt, wenn man sie unbehandelt lässt.
Folgen solcher unverarbeiteten Gefühle, sind emotionale Ausbrüche in Form von beispielsweise auch Amok Läufen, wie wir sie in der Vergangenheit erlebt haben.
2002 das Attentat von Robert Steinhäuser (19) auf das Gutenberg Gymnasium in Erfurt – Grund: Er hatte ein ärztliches Attest gefälscht, welches auffiel und darufhin die Schule ihn verwies. Aus dieser Verletzung heraus, wird dieser Vorfall als Motiv angesehen.
2015 der Suizidflug des Piloten Andreas Lubitz (28), der die voll besetzte Germanwings Maschine in den Bergen der französischen Alpen stürzte. Auch hier Schicksalsschläge, die er über die Jahre nicht verarbeitet hat und dieser Damm der Emotionen eines Tages zum unkontrollierten Ausbruch kam.
2016 der Amoklauf von David S. (18), der bis zur Tat ein unauffälliger Schüler war, dafür aber lange Jahre mit dem Thema “Mobbing” zu kämpfen hatte, welches sich über die Jahre innerlich anstaute und ebenfalls zum Ausbruch kam.

Matthias Stiehler, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Mann und Gesundheit sieht einen Ausweg aus dem inneren Teufelskreislaufes, indem Betroffene Männer lernen müssen sich selbst einzugestehen, dass auch sie nur Menschen sind mit Gefühlen und das es normal ist, auch mal “schwäche” zu zeigen. Eine Toleranz seitens der Gesellschaft gegenüber “verletzten” Männergefühlen, könnte dem negativen gesundheitlichen Wandel den entscheidenden Wendepunkt setzen.
Es ist keine Schande als Mann zur eigenen verletzlichen Seite zu stehen und einen Blick dort hinzuwerfen.

Quelle: www.spiegel.de, Frankfurter Rundschau.de
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In diesem Sinne seid tolerant zu euch und euren Gefühlen.

Euer Deva

Wer bin ich wirklich?_Auszug

…..eine kleine Reise in meinem vorzutragendem Kapitel:”Wer bin ich wirklich?”. Es ist eine Mischung aus Lesung und freiem Vortrag, sodass die Zuhörer gemeinsam mit mir auf die Reise gehen in das Tal der Emotionen.

Dabei gehe ich tauche ich in meine eigene Kindheitshaut zurück und erlebe die Emotionen Live auf der Bühne. Wie habe ich mich damals als Kind gefühlt zwischen den Welten meiner Eltern zu wandern? Wie als Jugendlicher? Und wie heute als Erwachsener? Diesen und weiteren Fragen, gehe ich nach.
Die Vortragsreihe eignet sich vor allem für Schüler ab der Jahrgangsstufe 9 der folgenden Schulformen: Realschulen| Gesamtschulen und Gymnasien. Anfragen bitte unter: info@imglashaus.com mit einem Vorlauf von 2 Wochen.

Wer bin ich wirklich?

“Wer bin ich wirklich? Diese Frage stellen sich manche Jugendliche und vermuten, die Antwort während ihres Wandelns zwischen den kulturellen Welten zu finden. Die wirkliche  Antwort  müssen  sie  jedoch  direkt  vor  ihren Augen suchen, nämlich bei sich selbst!

Wie ich bereits erläutert habe, befindet sich das Indivi- duum eines tamilischen Kindes in den Fesseln der Kultur beziehungsweise der Gesellschaft. Durch diese Gefangen- schaft gelingt es dem Kind nicht, sich selbst zu finden, da es die meiste Zeit gedanklich damit beschäftigt ist, wie es der Kultur gegenüber gerecht werden kann. Sei es durch die Teilnahme an Feierlichkeiten, die Erfüllung bestimmter familiärer Pflichten, die Übernahme der Verantwortung für jüngere Geschwister oder die Erreichung eines bestimmten Berufsstandes, mit dem der junge Mensch den Namen seiner Familie in ein gutes Licht rückt. Dass dadurch das eigene  Leben  vernachlässigt  wird,  bemerken  viele  erst, wenn sie von den Fesseln befreit sind…..”

Eine Reise in das Tal der Emotionen

Infos für Schulen

Thema: Identitätsreise– “Wer bin ich wirklich?”, wenn man in der Kindheit und Jugend zerissen ist
Stil:        Vortrag mit Lesung und Diskussion

Der Vortrag beginnt mit dem Einstieg in meinen damaligen Status als “Rüpelschüler“. Anschließend werde ich mich chronologisch durch meine Jugend bis zum Erwachsenenalter vorarbeiten und dabei in den Fokus stellen, welche Hürden ich überwinden musste, um letztendlich meine Ziele zu erreichen. Hierzu werden als Belege Passagen aus dem Kapitel vorgelesen.

Aus der Sicht eines Betroffenen erhalten die Schülerinnen und Schüler ein „Grundhandwerkzeug“, mit dem sie ihre emotionale Welt in Zeiten der inneren Verletzung selbst bearbeiten können, was ihnen den Vorteil erschafft, nicht so schnell anfällig für psychische Krankheiten zu werden.

 

Zeit:                 90 Minuten|  60 Minuten Vortrag + 30 Minuten Offene Frage-und Diskussionsrunde
Zielgruppe:    SEKI (Jhg.9) & SEKII Gesamtschule | Gymnasium | Realschule (bitte bei Anfrage beachten)
Größe:             80 – 120
Tagessatz:      Erhalten Sie bei Anfrage. Schreiben Sie mir hierzu eine Mail mit einem Terminvorschlag und der Gruppengröße (Schüler oder Erwachsene). Bitte beachten Sie, dass eine Buchung mindestens 4 Wochen vor geplanten Termin geprüft werden kann. Es können auch zwei Veranstaltungen an einem Tag gemacht werden z.B. für zwei Jahrgangsstufen.

                                          Kontakt: info@imglashaus.com oder 0176 42075139

KULTURKIRCHE OST, Kopernikusstraße 34 in Köln (Sponsor | GAG Immobilien AG)