Termine 2017 | Lese-und Vortragsreise

16.03.2017 Kulturbunker Köln-Mühlheim
11.04.2017 Kulturcafé Lichtung, Köln
22.05.2017 Katholische Hochschule Köln
07.06.2017 Kulturkirche Ost (Sponsor GAG Immobilien AG), Köln
14.07.2017  Impulse aus der Scheune, Gastgeber: Tanja Köhler, Denkingen
10.10.2017  Gymnasium-Letmathe, Iserlohn
20.10.2017 Karitative Lesung zugunsten der Stiftung It´s for Kids, Topdentis Cologne, Köln
28.10.2017 Tag der Kultur, Bürgerzentrum Köln-Ehrenfeld
13.11.2017   Mariengymnasium, Arnsberg in Kooperation mit KI Arnsberg
13.11.2017   Gymnasium Laurentianum, Arnsberg in Kooperation mit KI Arnsberg
14.11.2017   Ment4You, Uni Münster
16.11.2017   Ernst-Moritz-Arndt Gymnasium, Remscheid in Kooperation mit KI Remscheid
20.11.2017  HEIMSPIEL (Ute Wegmann), Rhein-Gymnasium, Köln
07.12.2017  Ment4You, Uni Köln
08.12.2017  Planung Läuft
13.12.2017   Premiere zur musikalischen Lesung mit Deborah Rawlings, Domsaal Kuckelkorn, Köln
20.12.2017  Gesamtschule Brakel in Kooperation mit KI Höxter
16.01.2018  Weiterbildung für Lehrkräfte in Kooperation mit KI Oberbergischer Kreis (Gummersbach)

Premiere – Musikalische Lesung

Pünktlich zur Weihnachtszeit, hole ich mir musikalische Unterstützung in Begleitung der Pianistin Deborah Rawlings aus Neuseeland (wohnhaft Münster). Es ist eine Premiere zu einer weiteren Reise, die die Sinne der Zuhörer zusätzlich bereichern wird…

Alle Interessenten sind recht herzlich eingeladen.

Der Eintritt ist Frei!

Ein wunderbarer Tag

Einen grossen Dank an Andreas Hofmann vom KI Arnsberg, der das Ganze organisiert, betreut und umgesetzt hat. An einem Tag am Mariengymnasium und Laurentianum lesen zu dürfen. Das hatte den Vorteil, dass ich unheimlich viele Schüler mitnehmen und sie erreichen konnte. Auch für mich ist es immer wieder eine neue Reise mit Höhen und Tiefen…

Eine kleine Besonderheit gab es tatsächlich an dem Tag noch. Auf der Rückfahrt von Arnsberg nach Köln, bin ich am Dortmunder Hbf einem jungen Obdachlosen(30) begegnet, den ich gefragt habe, wie es dazu kam. Er erzählte mir die ganzen Dinge, die von zuhause bis zu seinem Umfeld schief gelaufen sind und er deshalb heute auf der Straße lebt. Gefangen in seinem „Glashaus“ gab ich ihm einen kleinen Einblick in die ähnliche Geschichte von mir. Es gibt zwei Optionen im Leben: Man hält sich an die Erinnerungen fest oder man lässt sie los und fängt neu an. Und das gab ich ihm mit auf den Weg, genauso wie heute den 200 Schülern stets neu anzufangen und nicht an die Vergangenheit und seinem „Glashaus“ festzuhalten…

Vortrags-und Lesereise

Identitätsreise –  „Wer bin ich wirklich? “

07.12.2017 Ment4You, Zentrum für Lehrer|Innenbildung (ZFI Uni Köln)
08.12.2017 Gymnasium Bergisch Gladbach in Kooperation mit KI Bergisch Gladbach
13.12.2017 19:00 Uhr, Premiere – Lesung mit Klavier, Domsaal Kuckelkorn, Köln
20.12.2017 Gesamtschule Brakel in Zusammenarbeit mit KI Höxter
16.01.2018 Fachforum | Integration in Schule – für Lehrkräfte aller Schulformen in Kooperation mit KI Oberbergischer Kreis
22.02.2018 Kommunales Integrationszentrum Krefeld

Identitätsreise: „Wer bin ich wirklich?“

Infos für Schulen

Thema: Identitätsreise– “Wer bin ich wirklich?”, wenn man in der Kindheit und Jugend zerissen ist
Stil: Vortrag mit Lesung und Diskussion

Der Vortrag beginnt mit dem Einstieg in meinen damaligen Status als “Rüpelschüler“. Anschließend werde ich mich chronologisch durch meine Jugend bis zum Erwachsenenalter vorarbeiten und dabei in den Fokus stellen, welche Hürden ich überwinden musste, um letztendlich meine Ziele zu erreichen. Hierzu werden als Belege Passagen aus dem Kapitel vorgelesen.

Aus der Sicht eines Betroffenen erhalten die Schülerinnen und Schüler ein „Grundhandwerkzeug“, mit dem sie ihre emotionale Welt in Zeiten der inneren Verletzung selbst bearbeiten können, was ihnen den Vorteil erschafft, nicht so schnell anfällig für psychische Krankheiten zu werden.

 

Zeit: 90 Minuten|  60 Minuten Vortrag + 30 Minuten Offene Fragerunde
Zielgruppe: SEKI (Jhg.9) & SEKII Gesamtschule | Gymnasium | Realschule (bitte bei Anfrage beachten)
Größe: 80 – 150 Schüler
Tagessatz:      Erhalten Sie bei Anfrage. Schreiben Sie mir hierzu eine Mail mit einem Terminvorschlag und der Gruppengröße (Schüler oder Erwachsene). Bitte beachten Sie, dass eine Buchung mindestens 4 Wochen vor geplanten Termin geprüft werden kann. Es können auch zwei Veranstaltungen an einem Tag gemacht werden z.B. für zwei Jahrgangsstufen.

      Kontakt: info@imglashaus.com oder 0176 42075139

Letmathe-Gymnasium | Iserlohn | Jahrgangsstufe 9 & 10
Ein paar Eindrücke…

Der Teufelskreis

Bereits vor meiner Geburt war meine Mutter depressiv, was auf das verschleppte Kriegstrauma zurückzuführen war. Eine Diagnose, die weder die Kinder noch jemals irgendwelche anderen Familienmitglieder gesehen haben. Geschweige denn, dass meiner Mutter einsichtig gewesen wäre, denn sie lebte in ihrer verschlossenen Welt. So waren ihre unkontrollierten Gefühlsausbrüche während der Erziehung eine natürlich Folge ihrer Krankheit. All dies verstand und sah ich erst, nachdem ich mich ausführlich dem Glashaus gewidmet hatte und mit meinen Forschungen im Leben zwischen den Welten begann.

Eine kleine Brücke zum Erscheinungsjahr 2012 der Erstauflage meines Buches: In Bayern wurde in einer wissenschaftlichen Studie belegt, dass ein Drittel aller Flüchtlinge unter psychosomatischen Krankheiten leidet und dass dieser Wert im Vergleich zur deutschen Bevölkerung weitaus höher liegt. Die Studie ist zu dem gleichen Schluss gekommen, wie damals und auch heute noch meine Erfahrungen zeigen, die ich während meiner Zeit als Flüchtlingsbetreuer und Leiter einer Notunterkunft gemacht habe. 2012 war dieses Thema in der Öffentlichkeit noch lange nicht so brisant wie heute.

Was ich wiedererkenne, ist das sogenannte „Hamsterrad“ oder auch den „Teufelskreislauf“ – nennen Sie es, wie Sie es wollen. Tatsache ist, dass die heute ankommenden Flüchtlinge einen erheblichen Teil an verletzten Emotionen mit sich tragen, ohne aktiv in irgendeiner Behandlung zu sein.

Die im Folgenden wiedergegebene Begegnung mit einer Frau aus Syrien spiegeln ihren seelischen Zustand wider: Im Rahmen eines Autorentreffens saß eine sehr energiegeladene Frau – lassen wir sie Mitte vierzig sein –, die dem Moderator in fast jeden dritten Satz hineinsprang. Als ich mit meinem Part fertig war und mit ihr ins Gespräch kam, sagte sie unter anderem: „Die Deutschen sind so nett. Sie tun alles, aber sie können nicht mein Herz berühren. … In meiner Heimat hatte ich ein riesengroßes Haus mit vierhundert Quadratmetern und zwei Autos, und hier bin ich nur eine Nummer.“

Auf die Frage, ob sie nicht in eine Therapie gehen wolle, erntete ich zunächst einen ernsten Gesichtsausdruck und den Mittelfinger als Protestreaktion. Dann tippte sich die Frau mit ihrem Zeigefinger an die Stirn und unterstrich ihr „Nein“ mit folgenden Worten: „Eine Therapie? Ich bin doch nicht verrückt. Ich brauche jemanden, der mein Herz berührt …“

So kann ich mich an dieser Stelle auch an eine Situation aus der Notunterkunft erinnern, in der ein älterer Mann, der allein nach Deutschland gekommen war, eines Abends versuchte, sich das Leben zu nehmen. Dieser Mann hatte die Foltermethoden in seiner Heimat am eigenen Leib erfahren und konnte die erlebten Qualen nicht mehr verarbeiten. Als ich davon erfuhr, ließ ich ihn sofort in die nächste Klinik einliefern. Einer von vielen hunderttausenden Fällen mit dem Unterschied, dass seine Probleme aufgrund seines Verhaltens rechtzeitig ans Tageslicht kamen. Doch wie viele Betroffene verhalten sich still, während ihr Innerstes längst zerstört ist?

Häufig wurde ich während meiner Zeit als Betreuer Zeuge, wie traumatisierte Eltern ihre Wut an ihren Nachwuchs weitergaben. In dem Moment des unkontrollierten Gefühlsausbruchs dienten ihnen ihre Kinder als eine Art Ventil. In dem Kapitel „Die traumatisierten Eltern“ meines Buches habe ich mich diesem Teil des Themas gewidmet.

Unabhängig vom kulturellen Hintergrund suchen Therapiebedürftige nach Gründen, um sich mit Ausreden gegen eine Therapie zu stellen, weil sie der Meinung sind, dass ein Therapeut ihnen nicht helfen kann. Den gleichen Standpunkt vertrat auch meine Mutter, obwohl ihr eine Therapie vermutlich gutgetan hätte, so wie diese vielen Menschen, die heute in unser Land kommen, guttun würde.

Mein Mutter stellte Psychotherapie mit „Verrücktheit“ gleich – ein absolutes Tabuthema. Selbst in der hiesigen Gesellschaft geht niemand offiziell zum Therapeuten, und das, obwohl die Praxen rappelvoll sind. Es bleibt wohl ein ewiges Geheimnis, wie so etwas möglich ist.

Die Verantwortung bei der Politik zu suchen, ist der falsche Ansatz. Denn zwingen kann man die betroffenen therapiebedürftigen Flüchtlinge nicht. Vielmehr muss ein Sammelraum geschaffen werden, in dem traumatisierte Menschen über das sprechen können, was ihnen widerfahren ist. Andernfalls dreht sich das Hamsterrad wie vor dreißig, vierzig, fünfzig Jahren weiter und die Menschen sind schnell wieder in ihrem eigenen „Glashaus“ gefangen und leben mit diesem weiter. Die Folge ist die Weitergabe der Traumaerfahrung an die eigenen Kinder, was letztendlich eine mögliche Isolation von der Gesellschaft zur Folge haben könnte. Der Nährboden für die Entstehung einer neuen Parallelgesellschaft wäre somit gegeben.

 

Quelle: Spiegel Online
Bilder: pixabay

 

It´s for Kid´s

Weil mein Zahnarzt auch im Glashaus sitzt, nehme ich Ihn und seine Patienten karitativ am 20.10.2017 um 19:00 Uhr mit auf die Reise in das Tal der Emotionen. Diesmal aber mit begrenzter Anzahl an Sitzplätzen, deswegen wird um Voranmeldung bis zum 01.10.2017 gebeten unter: :pr@topdentis-cologne.de.
Weitere Infos: http://topdentis-cologne.de/newsletter/09-2017.html

Mädchen Prügeln Sich

In der Nacht vom 12.08.2017 sind am Düsseldorfer Hauptbahnhof zwei minderjährige Mädchen im Alter von 13 und 14 Jahren auf zwei 17-jährige Mädchen losgegangen und haben sie geschlagen. Die Hintergründe der Tat sind noch unbekannt. Tatsache ist aber, dass die Angreiferinnen jünger waren als die Opfer. Und diesmal Mädchen!

So etwas ist in den letzten Jahren keine Seltenheit mehr. Immer mehr Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren neigen zu Gewalttaten, und die Hemmschwelle, diese Option in Betracht zu ziehen, sinkt. Das Phänomen „Massenschlägereien“ auf Schulhöfen belegt dies.
Ich sehe darin eine die Folge angestauter Emotionen, die Jugendliche nicht verarbeiten, da sie es weder in der Schule noch im späteren im Studentenleben lernen. Die Folge ist ein Gefühlsdamm, der sich mit der Zeit füllt und eines Tages ohne Vorankündigung in Form von psychischen Krankheiten wie Depressionen und Burnout oder auch in körperlichen Aggressionen gegenüber der Umwelt zum Ausbruch kommt.
Die Lösung hierfür wäre, dass Jugendliche bereits während der Pubertät darauf sensibilisiert werden, mit verletzten Emotionen umzugehen, damit diese sich nicht anstauen. Vor allem der Aspekt „Wie gehe ich als junger Mensch damit um, wenn ich bedroht werde?“ ist dabei wichtig, damit die Situation frühzeitig erkannt und entsprechend gehandelt werden kann.

Quelle: www.focus.de/düsseldorf
Bild:     www.pexels.com